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Allgemein, Training

Rückkehr ins Urelement Wasser

Veröffentlicht: Freitag, 02.07.2021
Autor: Maximilian Rother

Wiederaufnahme des DLRG-Trainings unter Auflagen erfolgreich gestartet

Wolfenbüttel. Die DLRG Wolfenbüttel e.V. führt nach langer Corona-Unterbrechung wieder ihr Vereinstraining durch und hofft auf Beständigkeit.
Nach 469 Tagen ist die DLRG Wolfenbüttel e.V. vergangene Woche mit sehr großer Freude in das Stadtbad Okeraue zurückgekehrt. Im Fümmelsee findet ebenfalls das Rettungsschwimmtraining wieder statt.

Das letzte reguläre Schwimmtraining der Ortsgruppe Wolfenbüttel im Stadtbad Okeraue liegt weit zurück. Am 11.03.2020 trainierten zum vorerst letzten Mal alle Schwimmgruppen am Mittwochabend. Im Anschluss schloss das Schwimmbad für Revisionsarbeiten und aufgrund der Corona-Pandemie.
Das Lehrschwimmbecken am Landeshuter Platz, bis vor Corona die Heimat des Anfängerschwimmkurses, steht seit Mitte März 2020 nicht mehr als Ausbildungsstätte zur Verfügung. Ob und wann das Lehrschwimmbecken wiedereröffnen wird, ist derzeit nicht bekannt.

Dank der vom Wolfenbütteler Schwimmverein von 1921 e.V. (WSV) zur Verfügung gestellten Kapazitäten, konnten die Rettungsschwimmer/innen im Sommer 2020 an frischer Luft im Fümmelsee trainieren, um ihre Rettungs- und Einsatzfähigkeit aufrecht zu erhalten.

Zwischen Mitte September und Ende Oktober 2020 erhielten der Anfängerschwimmkurs und der Freischwimmerkurs fünf Mal die Gelegenheit, das Schwimmtraining wieder eingeschränkt im Stadtbad Okeraue aufzunehmen, ehe eine weitere Corona-Welle zum erneuten Abbruch führte.
Für die 425 Vereinsmitglieder (Stand Mai 2021) bedeutet dies ein stetiges Auf und Ab, wann und in welcher Form der Vereinsbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Aufgrund der äußerst widrigen Umstände wurden 2020 lediglich 12 Jugendschwimmabzeichen (ein Freischwimmer, elf Silberabzeichen) und 40 Rettungsschwimmscheine (davon 22 Wiederholungen), insgesamt 52 Abzeichen, durch die Ausbilder/innen der DLRG Wolfenbüttel e.V. abgenommen.
Durch die coronabedingte Schließung der Schwimmbäder zeichnet sich im Vergleich zum Jahr 2018 (102 Abnahmen) ein signifikanter Rückgang an abgenommenen Schwimmprüfungen ab, der in einem äußerst großen Missverhältnis zum tatsächlichen Bedarf der Schwimmausbildung steht.
Im Jahr 2019 sind aufgrund einer Umstellung des Trainingssystems ebenfalls weniger Schwimmabzeichen als 2018 durch die Ortsgruppe abgenommen worden. Daher können die Zahlen nicht als Vergleich dienen.
Bereits vor Corona konnten deutschlandweit bis zu 60% der Zehnjährigen nicht richtig schwimmen, wie der NDR im Mai 2021 berichtete. Diese Situation hat sich nun nochmal verschärft.

Cederik Audritz (Technischer Leiter Ausbildung/Rettungswache) ist zuversichtlich, dass die Abnahme der (Rettungs-)Schwimmabzeichen der DLRG Wolfenbüttel e.V. in der zweiten Jahreshälfte 2021 wieder ansteigen werde. Zwar müssen alle Schwimmer/innen zunächst ihren Trainingsrückstand aufholen und einige fangen wieder von vorne an, jedoch seien die Motivation und Begeisterung, dass es wieder losgeht, überall spürbar.
Besonders wichtig sei, dass die Eltern ihre Kinder zusätzlich zu den Schwimmkursen fördern. Dies geschah bereits in der Vergangenheit leider viel zu selten.
Bis das Ausbildungsniveau von 2018 wieder erreicht und sogar übertroffen werden kann, werde es einige Zeit und viel Einsatz benötigen. Zusätzlich dürften sich die Corona-Einschränkungen für die Schwimmgruppen nicht wieder verschärfen.

Am Fümmelsee trainieren die Rettungsschwimmer/innen der Ortsgruppe derzeit wöchentlich am Dienstag in einer Trainingsgruppe. Mittwochs findet das Schwimmtraining für die Anfängerschwimmer/innen, Jugendschwimmer/innen und Juniorretter/innen im Stadtbad Okeraue statt.
„Die Hoffnung besteht, dass wir in naher Zukunft wieder mit allen Trainingsgruppen, also auch den Rettungsschwimmer/innen, im Stadtbad Okeraue trainieren können. Leider müssen wir uns noch gedulden und sind zudem von der aktuellen Corona-Situation abhängig“, so Cederik Audritz.

Der Vereinsvorstand ist froh, auf eine Vielzahl junger ehrenamtlicher Helfer/innen zurückgreifen zu können, die den Trainingsbetrieb organisieren und durchführen. Dies sei keine Selbstverständlichkeit, weiß der Vereinsvorstand zu schätzen. „Derzeit kommen wir unserer Kapazitätsgrenze sehr nah“, so Cederik Audritz. Trotz der bereits vielen helfenden Hände werden stets neue Trainer/innen gesucht, die sich engagieren möchten, um den Trainingsbetrieb wie gewohnt aufrecht zu erhalten. Die Ortsgruppe bildet ihre Mitglieder entsprechend aus und fördert sie.

Dass die DLRG Wolfenbüttel e.V. ein Großaufgebot von Ehrenamtlichen für ihr Schwimmtraining benötigt, zeigt sich insbesondere an den Teilnehmerzahlen, die voraussichtlich im Laufe der nächsten Wochen noch leicht steigen werden.
Beim ersten Training nach der langen Corona-Pause von über einem Jahr sind 84 Kinder und Jugendliche im Stadtbad geschwommen. 15 Trainer/innen haben für einen reibungslosen Trainingsablauf gesorgt.
Sobald die Rettungsschwimmgruppen ihr Training im Stadtbad wieder aufnehmen können, steigt die Teilnehmerzahl voraussichtlich noch einmal um 50 bis 60 Personen.

Darüber hinaus gibt es für jede Schwimmgruppe eine Warteliste. Neumitglieder und Interessierte haben es derzeit schwer, direkt in eine Trainingsgruppe dazuzustoßen. Viele müssen vorerst vertröstet werden. Wie lange auf einen Schwimmplatz gewartet werden muss, ist von Schwimmgruppe zu Schwimmgruppe unterschiedlich und kann nicht pauschal beantwortet werden.
Für den Anfängerschwimmkurs (Seepferdchen) wurde die Warteliste bereits geschlossen. Rund 120 Kinder sind derzeit für einen Kursplatz vorgemerkt.

Eine feste Prognose, wie sich das Vereins-, Trainings- und Ausbildungsgeschehen der Ortsgruppe in der nächsten Zeit entwickeln wird, kann in Anbetracht der wechselhaften Pandemiesituation nicht gegeben werden. Derzeit gestaltet sich die Situation aufgrund der vom Land Niedersachsen beschlossenen Lockerungen und der Badöffnungen etwas entspannter.
Die DLRG Wolfenbüttel e.V. bereitet sich dennoch so gut es geht auf verschiedene Einschränkungs-Szenarien vor, um im Fall der Fälle schnell und zielgerichtet handeln zu können.

Darüber hinaus ist überaus wichtig, dass die kommunale Politik, die Badbetreiber und die Schwimmvereine weiterhin unbürokratisch und flexibel zusammenarbeiten, um so vielen Kindern wie möglich, das sichere Schwimmen beibringen zu können.
Dieses Ziel sei nicht mit dem Ablegen des Seepferdchen-Abzeichens erfüllt.
Das Defizit in der Schwimmausbildung hat sich noch einmal verschärft. Bereits im August 2020 wurde durch Niedersachsens DLRG-Landespräsident Oliver Liersch angemahnt, dass aufgrund der Corona-Pandemie ein gesamter Jahrgang von rund 75.000 Kindern in Niedersachsen nicht schwimmen lernt – zusätzlich zu den bereits bestehenden Nichtschwimmern.

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